Aktuelles



Begleitet auch in Corona-Zeiten

Quelle: Helmstedter Sonntag, 28.06.2020


Sternenkinder Projekt

Quelle: Helmstedter Sonntag, 28.06.2020

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Hospizarbeit erhält Dienstwagen

Quelle: Braunschweiger Zeitung 30.06.2020


Prowin - Vertriebspartner spenden, Vielen Dank

Quelle: Helmstedter Sonntag, 28.06.2020


Spende im Rahmen eines Benefizkonzerts des Niedersächsischen Polizeiorchesters

Einen Sack voll Geld überreichte Imke Krysta, Leiterin des Polizeikommissariats Helmstedt, dem Vorsitzenden der Hospizarbeit Helmstedt Dr. Joachim Scherrieble. Der beeindruckende Betrag von 1.905,61 wurde im Rahmen eines Benefizkonzerts des Niedersächsischen Polizeiorchesters „eingespielt“ und gespendet.

Foto: Hospizarbeit Helmstedt

Helmstedt, 25.03.2020

 

Am Dienstag trafen sich im Polizeikommissariat Helmstedt Dr. Joachim Scherrieble, Vorsitzender des Vereins Hospizarbeit Helmstedt und die Helmstedter Polizeichefin Imke Krysta zur offiziellen Spendenübergabe. Am 05.12.2019 war das Polizeiorchester Niedersachsen in Helmstedt zu Gast und hatte in der St. Marienberg Kirche zu Gunsten des Hospizvereins ein Benefizkonzert gegeben. Über 120 Besucher hatten sich zu dem Adventskonzert eingefunden, um den Klängen des Polizeiorchesters Niedersachsen zu lauschen. Chefdirigent Thomas Boger hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das von der Klassik bis in die Romantik reichte und welches von den 40 Musiker umfassenden symphonischen Blasorchester eindrucksstark dargebracht wurde (wir berichteten).

 

Insgesamt kam an dem Abend eine Gesamtspendensumme in Höhe von 1.905,61 Euro zusammen, die ein sichtlich gerührter Dr. Scherrieble aus den Händen von Polizeichefin Krysta entgegennahm. Dr. Scherrieble bedankte sich ausdrücklich nochmals beim Polizeiorchester und der Polizei Helmstedt.

 

Der Verein Hospizarbeit Helmstedt widmet sich in seiner Arbeit der Betreuung und Begleitung von Sterbenden sowie auch deren Angehörigen. Mit viel Einfühlungsvermögen spenden die speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schweren Phase Trost, geben Rat und hören zu.

 

 

Imke Krysta: „Ich freue mich sehr, dass die Polizei Helmstedt diese so wichtige Arbeit mit einem kleinen Beitrag unterstützen kann.“

 

 

Vielen Dank! Wir freuen uns sehr.

Hospizarbeit Helmstedt bietet weiter Sterbebegleitung an

Begleitungen werden aufrecht erhalten - Veranstaltungen abgesagt

 

Seit nahezu 15 Jahren begleiten gut ausgebildete, empathische Ehrenamtliche der Hospizarbeit Helmstedt e.V. Schwerstkranke und Sterbende in der Region auf ihrem letzten Abschnitt bis zum Tod.

 

 

„Wir wissen alle, Corona macht weder einen Umweg um Deutschland, noch um Helmstedt, noch um die Hospizarbeit. Wichtig im Umgang mit der Pandemie sind uns - neben der gesellschaftlichen Verantwortung der Hospizarbeit Helmstedt (Stichwort „Verlangsamung“) – die Verantwortung für die Hauptamtlichen, für die Ehrenamtlichen sowie für die zu Begleitenden zu übernehmen sowie eine Grundhaltung der Hospizarbeit zu formulieren und Haupt- und Ehrenamtlichen eine Orientierung für deren Handeln zu geben.

 

Deshalb haben wir uns in einer ‚Sondersitzung Corona‘ zusammengesetzt, sachlich beraten und zwei grundsätzliche Entscheidungen getroffen“:

 

1.   Dem Hospizgedanken folgend, ist uns die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden trotz der Corona-Krise wichtig, gerade weil die sozialen Strukturen noch mehr zusammenbrechen und die Menschen auf ihrem letzten Lebensweg nicht im Stich gelassen werden sollen. Daher stehen wir als Begleitung weiterhin zur Verfügung - natürlich mit Bedacht und mit allen Vorsichtsmaßnahmen.

Alle Ehrenamtlichen sind zwischenzeitlich informiert und erhalten Handlungsempfehlungen im Umgang mit der Pandemie. Selbstverständlich wird die jeweils individuelle Entscheidung vorbehaltlos respektiert.

 

2.   Veranstaltungen mit mehr als 3-5 Personen, die nicht für unabdinglich gehalten werden abgesagt. Zunächst soll dies bis Ende April gelten. Kurz vor Ablauf dieser Frist soll neu bewertet und entschieden werden. Dies betrifft im Einzelnen:

 

·        Workshop mit der Ostfalia Hochschule

·        Ehrenamtsabend

·        Ehrenamts-Kaffee

·        Hospiz – Kaffee

·        Letzte Hilfe Kurs

·        Begleiter Kurs 2020 (intern)

·        Supervision (intern)

·        Mitgliederversammlung 2020 (vorgesehener Termin wird verschoben)

·        Trauergruppen

·        Einzel-Trauer-Gespräche werden weiterhin angeboten (bitte möglichst telefonische Kontaktaufnahme)       

 

 

„Auf dies Weise" – so der Vorsitzende der Hospizarbeit Dr. Joachim Scherrieble – "können wir die gesellschaftliche Verantwortung der Hospizarbeit und die Verantwortung für die Haupt- und Ehrenamtlichen mit den Bedürfnissen der Bedürftigen in Einklang bringen.“

 


Warmer Segen für die Hospizarbeit 2000 Euro an Ehrenamtliche übergeben

Quelle: Helmstedter Sonntag, 29.03.2020


Türen, Brücken und Wege des Lebens

 

Die Wanderausstellung der Fotografien „Türen, Brücken und Wege des Lebens“ anlässlich des Welt-Hozpiztages erreicht die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Pflege Clus in Schöningen in der Helmstedter Str. 24.

 

Die Fotos der „Helmstedter Fotografen“ sind Gemeinsam mit dem Verein Hozpizarbeit Helmstedt e.V. entstanden und werden jeweils für ca. 4 – 6 Wochen in unterschiedlichen Einrichtungen im Landkreis Helmstedt ausgestellt.

 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag den 12. März und 15.00 Uhr in den Räumen der Clus in Schöningen statt.         

Gäste sind herzlich willkommen.

 

Foto: Mario Patzschke


Zweiter regionaler Ehrenamtstag auf Burg Warberg

Hospizliche Begleitung hat viele Facetten

Der assistierte Suizid darf nicht zur Normalität werden

 

Burg Warberg im Landkreis Helmstedt bietet ein reizvolles Ambiente für besondere Festlichkeiten und intensive Weiterbildungen. Die Menschen, die am 07.03.2020 hier tagten, wollten miteinander und voneinander lernen. Die Hospizvereine der Region hatten ihre Ehrenamtlichen zu diesem Fortbildungstag eingeladen. Helga Hoffmann, eine Teilnehmerin, resümierte: „Ich bin reich beschenkt worden durch informative Vorträge, Workshops, Gespräche – und das alles in einem außerordentlich wertschätzenden Rahmen.“ Das war das nahezu übereinstimmende Fazit der fast hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Die Themenpalette traf bei den Ehrenamtlichen, die in der Sterbebegleitung und Trauerbegleitung tätig sind, auf große Resonanz. Aus Helmstedt, Wolfenbüttel und Braunschweig, aber auch aus Salzgitter, Peine, Wolfsburg und Gifhorn waren die Teilnehmer angereist.

 

Ein Thema zog sich durch den ganzen Tag: die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe. So stellte Petra Scholz-Marxen von der Hospizarbeit Wolfsburg in ihrer Begrüßung fest: „Es ist Aufgabe der ganzen Gesellschaft und damit auch unsere Aufgabe, dass der assistierte Suizid in Deutschland nicht zur Normalität wird.“

 

Volkmar Schmuck, Klinikseelsorger aus Wolfenbüttel, setzte sich in einem Vortrag sehr differenziert mit „Essen und Trinken am Lebensende“ auseinander. So kann es ganz verschiedene Gründe geben, warum ein Mensch nicht mehr isst und trinkt. Nicht immer handelt es sich dabei um die bewusste Entscheidung, sterben zu wollen. Hier ist der Austausch aller Beteiligten gefragt. „Sie als Hospizbegleiter können sich als Anwalt für den Kommunikationsprozess verstehen“, so Pastor Schmuck. „Sie können das Gespräch initiieren, damit die Familie zu einem verträglichen Ergebnis kommt.“ Bei der Entscheidung für selbstbestimmtes Sterben wird allzu leicht übersehen, wie sehr Menschen auf Dauer leiden können, wenn ein ihnen Nahestehender letztlich nicht eines natürlichen Todes gestorben ist.

 

Um Angehörige ging es auch in dem Vortrag von Ute Reimann aus Hannover. Anhand zahlreicher Beispiele aus 25 Jahren Hospizarbeit setzte sie sich mit dem Trauerprozess auseinander. Trauer beginnt bereits mit der Diagnose einer schweren Erkrankung und kann auch viele Jahre nach dem Tod schubweise wiederkehren.

Reimann erinnerte daran, dass Trauernde ganz unterschiedlich reagieren können: „Ein trauernder Mensch muss nicht weinen.“ Und sie appellierte: „In der Trauer gibt es kein Richtig oder Falsch. Wir als Ehrenamtliche müssen offen sein – auch für Reaktionen, die uns fremd sind.“

Ein besonderes Augenmerk lenkte die erfahrene Hospizfrau auf die Zeit zwischen Tod und Bestattung. Sie machte auf die wichtige Beobachtung aufmerksam, dass Menschen, die diese Zeitspanne nutzen und sich sehr persönlich und bewusst von dem geliebten Menschen verabschieden, oft leichter durch ihre Trauer kommen.

 

Hier setzte auch einer der sieben Workshops an: Totenfürsorge. Wie möchte ich mich von dem oder der Verstorbenen verabschieden? Was möchten wir als Familie tun? Wie ein roter Faden zog sich durch die Sammlung von Abschiedsritualen der Hinweis: Es ist wichtig, sich Zeit zu lassen. Was viele nicht wissen: Menschen, die zu Hause sterben, dürfen noch 36 Stunden lang in der Wohnung bleiben. So können sich alle in Ruhe an einem heimeligen Ort verabschieden, jeder auf seine ganz persönliche Art.  

Voneinander lernen stand auch in weiteren Workshops im Mittelpunkt: Wie erkenne ich in der Begleitung von Sterbenden „Sätze mit doppeltem Boden“, die auf die spirituellen Fragen und Bedürfnisse eines Menschen verweisen können? Wie kann ich darauf eingehen? Was gilt es in der Kommunikation mit Angehörigen zu beachten?

Nicht zuletzt ging es auch um Selbstfürsorge, sich immer wieder seiner grundlegenden Bedürfnisse bewusst zu werden. Denn nur wer mit sich selbst in Balance ist, kann für sterbende und trauernde Menschen ganz da sein – Halt geben und unterstützend wirken. Und wird nur dann auch dazu beitragen können – wie es Petra Scholz-Marxen eingangs andeutete –, dass der assistierte Suizid in unserer Gesellschaft absoluten Ausnahmesituationen vorbehalten sein muss.

 

 Geschrieben von Ulrike Jürgens, Hospizarbeit Wolfenbüttel, vielen Dank dafür.